Reise 2 - Buch 2


Deutsch-griechische Odyssee

Mit dem Druck meines ersten Buches war meine Spurensuche noch nicht beendet. Im Gegenteil, mit neuem Elan und inspiriert durch viele anregende Erlebnisse und Begegnungen verlegte ich für fünfzehn Monate (2013/14) meinen künstlerischen Lebensmittel-punkt auf die Insel Kreta. Als Künstler interessierte mich das Arbeiten mit dem Holz des Ölbaums und meine griechischen Sprachkenntnisse sollten nebenbei verbessert werden. 

 

Das Manuskript meines zweiten Buches entwickelt sich. 

"Doch beeile nur nicht deine Reise:

Besser ist, sie dauere viele Jahre; und alt geworden lege auf deiner Insel an ... " 

 Ein Auszug aus dem Gedicht "Ithaka" von Konstantinos Kavafis.

 

Im Laufe meiner erweiterten Recherchen, nach der Fertigstellung meines 1. Buches Auf der Spur des Fremden, fiel mir das Gedicht Ithaka des griechischen Dichters Konstantinos Kavafis in die Hände.

Es erzählt, was einem Menschen auf seinem Weg in sein persönliches Labyrinth an Prüfungen und Herausforderungen begegnen kann. 

   

Es ist programmatisch für meine "erweiterte Autobiografie", die gleichzeitig als Reise durch Stationen der jüngeren Geschichte gelesen werden kann:

Erlebnisse und Erkenntnisse, die mich den 1945 geborenen Sohn eines griechischen Zwangsarbeiters und einer Mutter aus der Kleinstadt Stühlingen an der Schweizer Grenze im Lauf meines bewegten Lebens geprägt haben. 

 

Die wichtigsten Schwerpunkte aus meinem ersten Buch finden "überarbeitet" ihren Platz. Denn da war eine undefinierte Angst, als ich das Manuskript für mein 1. Buch schrieb. Wie veröffentliche ich meine Erinnerungen und Erkenntnisse, gewonnen durch Recherchen in Archiven. Ich verspüre ein diffuses Gefühl, wer kommt und wird mir wieder etwas wegnehmen wollen; auch im meinen Ausstellungen kann dieses Gefühl hin und wieder auftreten.

Letzendlich wagte ich es mich zu zeigen; ich wechsle im Buch 2 die Erzählperspektive.  

   

In diesem 2. Buch nehme ich den Leser mit auf eine Reise durch meine Erinnerungen an Kindheit und Jugend in der Welt meiner Mutter und lasse in bildstarken Schilderungen sowohl die Verletzungen eines fremdartig-südländisch aussehenden Jungen als auch sein Erstarken erfühlen. Man nimmt teil an Gesprächen mit Zeugen der Kriegs- und Nachkriegszeit und begleitet mich bei meinen reisejournalistischen, poetischen und philosophischen Exkursen rund um die große Spurensuche: 

 

Wie bin ich zu dem geworden, der ich bin? 

 

Diese Frage führt schließlich zurück nach Griechenland, in die Welt meines Vaters, in der ich meine Wurzeln vermute. Während meines fünfzehnmonatigen Aufenthalts auf Kreta erlebte ich die Probleme der Einheimischen hautnah, verschärft durch die Finanzkrise die alle Länder der EU mehr oder weniger infizierte. Diese Probleme, aber auch die Schönheit und die Kraft dieses Landes schildere ich in tagebuchartigen Fragmenten und einer Erzählung, in der ich dem Schicksal der sephardischen Juden von Saloniki nachgehe. Die Altstadt in Saloniki wo diese sephardischen Juden lebten besuchte (suchte) ich auf meiner Rückreise im Mai 2014 nach Freiburg.

 

Mit "Beeile dich auf deiner Reise nicht", dieser Komposition aus politischen und historischen Recherchen, Erinnerungen, eines von "Fremdheit" Betroffenen und künstlerischen Verarbeitung meiner Erkenntnisse, möchte ich meinen sehr persönlichen Beitrag zur aktuellen Integrationsdebatte vorlegen.

 

Buch 2

Konstantin Troulos "Beeile dich auf deiner Reise nicht, besser, dass sie lange Jahre dauert"

 

296 Seiten. 

Selfpublishing BoD; ISBN: 9783739288246.

Nur noch wenige Exemplare über mich erhältlich.


Konstantin Troulos

 

 

 

Beeile dich auf deiner Reise nicht,

 

besser,

 

dass sie lange Jahre dauert



Cover-Rückseite

Armbinde meines Vaters.

Verteilt durch die französische Besatzung (Region Schwarzwald), als Registrierung, um einigermaßen Ordnung zu schaffen im Chaos nach der Kapitulation Hitler-Deutschlands.