Die Strassenkinder Athens


 Die Organisation Àsis hat ihren Sitz im Stadtteil Kipséli/Athen.

Die Mitarbeiter und viele freiwillige Helfer bemühen sich um Strassenkinder und Jugendliche die als unbegleitete Flüchtlinge nach GR kamen. Betreut werden Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis achtzehn Jahren. Àsis wird durch ein EU-Programm mitfinanziert.

 

Àsis bedeutet: etwas aufrichten, sich selbst aufrichten, um andere Wege zu gehen. Die Mitarbeiter sind oft unterwegs und knüpfen Kontakte. Die Kinder/Jugendliche erhalten Unterricht. Um sie direkt vor Ort zu erreichen zu können, besitzt Àsis eine von UNICEF gespendete bewegliche Schule auf Rädern. Diese mobile Schule ist mit allen didaktischen Hilfsmitteln und Schautafe ausgerüstet um den anspruchsvollen Unterricht einer Grundschule zu gewährleisten. Dabei wird auch die griechische Sprache unterrichtet.

 

Die meisten Kinder/Jugendliche sind Romi, Immigranten, Flüchtlinge, Kinder die auf der Strasse leben. Auch griechische Kinder sind darunter, in deren Familien Armut, Gewalt, Drogen und Alkohol der Alltag sind. Es werden Arbeitsgruppen eingerichtet; altersgemäß. Gibt es Kinder/Jugendliche die aus Problem-Familien kommen, bleibt der Jugendliche sechs Monate außerhalb seiner Familie. Im Moment betreut Àsis sechs Familien. In der Vergangenheit waren es bis zu fünfzig/sechzig Familien die betreut werden mussten. Der wesentliche Teil der Arbeit ist intensivste Sozialarbeit. Hauptsächlich geht es darum die Kinder/Jugendliche mit ihren Familien in die Gesellschaft zu integrieren. 

 

Die meisten Jugendliche die nach Athen kommen sind keine Griechen. Deshalb arbeiten auch Dolmetscher mit. Griechisch wird über Workshops, Performens, etc. vermittelt; dabei wird griechisch gesprochen, so gut es möglich ist. Spielt Gewalt, Alkohol oder Drogen bei den Problemen eine Rolle, werden diese Personen an andere Organisationen weitervermittelt. Auch Schulen wenden sich an die Organisation Àsis. Die Schulen sind oft mit Gewalt konfrontiert.  

 

Die Organisation Àsis ist sehr beweglich. Volunteers haben Kontakt mit Kinder die in den Strassen illegal arbeiten und leben. Sie versuchen mit pädagogischen, individuellen Methoden zu unterrichten, mit Materialien die sie dabei haben. Es gibt kleine Erfolge, wenn das Kind wieder zum vereinbarten Treffpunkt kommt und Interesse zeigt. Die 6m lange mobile Schule ist oft im Einsatz. Sie dient als Brücke von den Kindern zu den Schulen. Die Kinder wollen in die Schule gehen, aber wo ist die Hilfe/Unterstützung ihrer Familie? Die Pädagogen von Àsis machen die Erfahrung, die Kinder wirken viel flexibler, wenn sie regelmäßig in die Schule gehen. Der Unterricht findet zwei Stunden statt. Die Schüler werden auch bei der Hausarbeit unterstützt, als Hinweis/Anregung, dass sie jederzeit Unterstützung bekommen wenn sie in die Schule gehen.